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Mitgliederversammlung der Kirchlichen Sozialstation
Angebot zur häuslichen Versorgung von alten und kranken Menschen
wird immer vielfältiger
Am 03.06.08 fand die ordentliche Mitgliederversammlung der Kirchlichen Sozialstation „Unterer Neckar“ e. V. mit Sitz in
Ladenburg statt. Von den 9 evangelischen und katholischen Kirchengemeinden aus Edingen-Neckarhausen, Ilvesheim, Ladenburg und Heddesheim sowie 3 Pflegevereinen, allesamt Träger der Sozialstation, waren
12 Vertreter anwesend.
Der Vorsitzende Bernhard Ritz berichtete über die Besonderheiten im vergangenen Jahr. Insbesondere die fast gleichzeitige Eröffnung von 2 Pflegeheimen im Einzugsgebiet der
Sozialstation Mitte letzten Jahres ließen den Personalbedarf nur schwer planen, da zu Beginn des letzten Jahres nicht absehbar war, wie viele der von der Sozialstation versorgten Patienten in die Heime
wechseln würden. Aufgrund der vielfältigen Angebote der Sozialstation zur Versorgung alter und kranker Menschen in deren Häuslichkeit war die Anzahl der in die Heime gewechselten Patienten jedoch gering.
Da man für den Pflegebereich noch rechtzeitig qualifiziertes Personal gewinnen konnte, bevor die Heime eröffneten und den Personalmarkt verknappen würden, war es möglich, die zum Vorjahr
bestehenden Überstunden im Laufe des Jahres um über ein Drittel zu senken. Ursache für den Rückgang an Arbeitszeit war vor allem auch die von den Krankenkassen restriktive Genehmigungspraxis von
ärztlichen Verordnungen zur häuslichen Krankenpflege.
Aktuell beschäftigt die Leitung der Sozialstation noch die Eröffnung der Betreuten Senioren-Wohnanlage in Heddesheim zum April 2008, den
Aufbau von zwei Dementen-Betreuungsgruppen in Ladenburg und Heddesheim, die Schulung von Mitarbeiterinnen für die Palliativversorgung schwerkranker und sterbender Menschen, der weitere Ausbau des
Angebots „Betreutes Wohnen. Zuhause.“ und einige Neuerungen im Pflegeversicherungsgesetz, die zum Juli 2008 in Kraft treten.
Geschäftsführer Mütsch erläuterte den Anwesenden den
Jahresabschluss für 2007. Der Abschluss und das Rechnungswesen wurde von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Deren Bericht bestätigt eine ordnungs- und satzungsmäßige Arbeit. Für 2008 weist
der Haushaltsplan ein ausgeglichenes Ergebnis aus, bei einem Volumen von mittlerweile fast 2 Millionen Euro.
Nach der Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung durch die anwesenden
Mitglieder, fanden Neuwahlen für den Vorstand statt. Der 1. Vorsitzende Bernhard Ritz hatte dieses Amt vor zwei Jahren nur unter der Voraussetzung übernommen, dass 2008 ein neuer Vorsitzender gewählt
wird. Matthias Schipke, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Edingen, der bereits seit einem Jahr stellvertretender Vorsitzender war, wurde nun einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Für den dadurch
entstandenen freien Posten des stellvertretenden Vorsitzes konnte Frau Ellen Jouvenal vom Evangelischen Gemeindepflegeverein Heddesheim gewonnen werden. Der dreiköpfigen Vorstand wird komplettiert durch
Frau Monika Wolf vom Caritas Ladenburg. Sie engagiert sich bereits seit über 10 Jahren für die Sozialstation.
Pfarrer Schipke bedankte sich - auch im Namen der Mitglieder und der Mitarbeiter -
bei dem scheidenden Vorsitzenden Bernhard Ritz für seine ehrenamtlich erbrachte, erfolgreiche Arbeit in den vergangenen zwei Jahren.
Nach der Einladung zum Besuch des „Tags der offenen Tür“
der Sozialstation verbunden mit einem Hof-und Straßenfest am Samstag, den 14. Juni 2008 schloss Pfarrer Schipke die Versammlung mit einem Dankgebet.
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